Die Hersteller von Medizinprodukten stehen vor großen Herausforderungen: Angesichts der demographischen Entwicklung der Bevölkerung und der Zunahme von chronischen Erkrankungen werden ein wachsender Gesundheitsmarkt und ein darin weiterhin steigender Anteil der Medizintechnik prognostiziert. Mit Hilfe innovativer Produkte hilft die Branche dabei, die Lebensqualität chronisch kranker Menschen zu verbessern und alten Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. 

Computerisierung, Miniaturisierung, Molekularisierung – diese Hauptrichtungen zukünftiger Entwicklungen erfordern enge Kooperationen zwischen KMU und F&E Einrichtungen. Grenzübergreifende Zusammenarbeit in den Schlüsseltechnologien bieten sowohl für die Unternehmen als auch für die F&E Einrichtungen einen hohen Mehrwert:

 

  • Informations- und Kommunikationstechnik
  • Mikrosystemtechnik und Mikroelektronik
  • Laser-, Optik-, Nanotechnologie
  • Neue Werkstoffe und Biomaterialien
  • Zell- und Biotechnologie



 

Grundlage der Projektinitiative sind die bisher im Rahmen von INTERREG geförderten Maßnahmen im Bereich Medizintechnik/Gesundheitswesen (z.B. TIMP-Transnational Initiative for Medical Productdevelopment EUREGIO, EUREGIO-Laserdemonstrationszentrum, ECE:AIM; People-to-people Projekt „Application cluster sensors and diagnostics“).

 

 

1. Grenzübergreifende Innovationsplattform zur Förderung der Bereiche:

 

  • Wissens- und Technologietransfer
  • Clusterbildung Medizintechnik
  • Vernetzung der Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen

 

Die Aktivitäten und Innovationsbedarfe der Nachfrage- (Unternehmen, klinische Einrichtungen) und Angebotsseite (F&E Einrichtungen) zusammenzubringen – das ist das Ziel der Plattform. Sie bietet die Basis zur Entwicklung von Schwerpunktthemen der Zusammenarbeit und ermöglicht somit konkrete Kooperationsprojekte zwischen Unternehmen und F&E Einrichtungen. Ein Netzwerkmanager koordiniert die Aktivitäten und kommuniziert sie in der Region:

 

  • Focus Gruppen
  • Workshops und Symposien
  • "business development" durch externe Berater

 

Mitglieder dieser für alle Interessierten offenen Innovationsplattform sollen in erster Linie die Unternehmen, die F&E Einrichtungen und die klinischen Einrichtungen (health care business environment) sein. Die Aktivitäten werden intensiv mit den regionalen Netzwerkorganisationen (Health Valley-via Mondiac, bionanalytic Münster, Gewinet, Innovatieplatform Twente via Spirit und ZorgX-cell project - Cluster Technologie & Gezondheid, ESG, Gesundheitsregion Münster e.V.-via FH Münster als Mitglied) kommuniziert und verknüpft, um Synergieeffekte optimal nutzen zu können und eine breite Tragfähigkeit des Projekts zu gewährleisten.

 

2. Förderung von drei Kooperationen zwischen KMU und F&E Einrichtungen:

 

  • Laser-Mikrobearbeitung für die Medizintechnik (Information, Beratung, industrielle Forschung)
  • Aktive Assistive devices (Entwicklung medizintechnischer Produkte, die durch intelligente Technologie älteren Menschen im Alltag individuell regelbare Unterstützung bieten)
  • Aktive Therapeutic Devices (Entwicklung neuer therapeutischer Geräte für die Wiederherstellung der oberen Gliedfunktion nach neurologischen Beeinträchtigungen)